Politische Bildung

Wie fühlt es sich an, keine eigene Entscheidung zu treffen?

Jeder von uns ist frei geboren. Wir alle leben in Gemeinschaft

Politische Bildung bedeutet für uns vom MACHmit! das menschliche Handeln in den Mittelpunkt zu stellen. Wir alle sind Weltgestaltende. Wir alle sind von Bedeutung. Wir suchen also nicht nach Wahrheiten oder Antworten. Wir suchen nach Bewegungen. Wir wollen miteinander in Bewegung kommen und in Bewegung bleiben. Poltische Bildung ist dialogisch. Nach innen wie nach außen.

Politik ist Leben

Wir setzen unsere Schwerpunkte so, dass Politische Bildung als altersunabhängiges Bildungskonzept sichtbar wird. Wir interessieren uns nicht für einen kohärenten Kulturbegriff, sondern für menschliches Handeln im Spannungsfeld zwischen individueller Weltwahrnehmung und Gemeinschaft.

Einige Beispiele unserer Arbeit :

1. Seit vielen Jahren finden im Haus die U18-Wahlen statt. Wir fordern Kinder wie Erwachsene dazu auf, sich für die Gesellschaft zu interessieren. Je früher Menschen sich in ihrem politischen Denken wahrgenommen wissen, um so eher können wir Ausgrenzungsprozessen, Angst vor Überfremdung und Rassismus entgegenwirken.

2. Geboren & willkommen: In der Ausstellung haben wir einen Film über die Arbeit einer Hebamme gezeigt. So konnten Besucher*innen aller Altersstufen die wichtige Arbeit der Hebammen näher kennenlernen. Am 9. Dezember 2016 ist das Hebammenwesen in seiner ursprünglichen Form als immaterielles Kulturerbe geschützt worden.

3. Weißt du, wie der Hase läuft?: Das Wohl der Tiere ist für alle Menschen von Interesse. In der Ausstellung zeigen wir unseren Besucher*innen, was genau mit den deutschen Vorschriften zur Hühnerhaltung gemeint ist. 

4. Der weite Horizont: Wir stellen den Menschen Leonard Peltier vor. Peltier ist eine Symbolfigur des AIM (American Indian Movement), aber vor allem ist er ein Mensch, der seit 1977 bis zum heutigen Tag zu Unrecht in Haft sitzt.

5. Unsere Arbeit gründet sich auf einem genderbewusstem Menschenbild. Die Geschlechtsidentität des Menschen sehen wir als soziale Kategorie. Das Thema Gender erachten wir als Bereicherung unserer Weltwahrnehmung und nehmen interessiert an den laufenden Diskussionen teil.

6. Inklusion ist für uns keine Thematik, die eben nun „auch noch“ bedacht werden muss. Unser Haus ist aus Stein. Alt und fest. Aber was wir in diesem Haus miteinander erleben, ist immer neu und in Bewegung. Wir arbeiten an einer inklusiven Gesellschaft.